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Die Arbeitslosenstatistik unter der Lupe

Die Regierung verkündete uns für den Dezember 2014 "nur" ca. 2,7 Millionen Arbeitslose. Dazu kommen 3,7 Millionen Unterbeschäftigte. Unter diese fallen ca. 0,9 Millionen, die sich in Maßnahmen befinden, erkrankte Arbeitslose, Kurzarbeiter, aber auch in Teilzeit Arbeitende, die mehr arbeiten wollen.

Demgegenüber stehen ca. 31 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Insgesamt gibt es ca. 43 Millionen Erwerbstätige.

"Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den November auf 2,10 Mio und die Erwerbslosenquote auf 5,0 Prozent."

Für mich ist das eine Schönung der Zahlen. Wenn man anders rechnet kommt man auf mindestens ca. 4 Millionen Arbeitslose, was einer Quote von knapp 10% entspricht.Zusätzlich gibt es dann noch ca. 2,5 Millionen Unterbeschäftigte.

Weiterhin finde ich interessant, dass die Arbeitslosenquote laut Statistik unter Deutschen 5,6%, unter Ausländern 13,9% beträgt. Wie passt das mit der Aussage zusammen, dass die Ausländer unsere Sozialsysteme stützen?

Last but not least habe ich mir einmal die Zahlen (Stand 2013) für Akademiker angesehen. Zwar sind 200.000 arbeitslose zu 8 Millionen in Beschäftigung stehende Akademiker ein Anteil von nur ca. 2,5%, dennoch ist der Trend steigend. Dies entspricht auch meinen Erfahrungen im Bekanntenkreis. So war es für viele Studienabgänger nicht problemlos möglich eine Arbeitsstelle zu finden und wenn, dann meistens nur mit befristeten Arbeitsverträgen. Entsprechend ist deswegen auch ein Teil ins Ausland gegangen.

Wenn ich all dies betrachte, dann stellt sich mir die Frage, ob der allseits verkündete Fachkräftemangel wirklich in dieser Form besteht, oder ob es nur für einige wenige Berufe zutrifft? Oder ist es nur der Versuch die Arbeitslosenzahlen hoch und damit gleichzeitig die Löhne niedrig zu halten?

Statistik der Bundesagentur für Arbeit für Dezember 2014

Arbeistlosigkeit im Bezug zu Migrationshintergrund

Broschüre Akademiker

12.1.15 21:17, kommentieren

8,50 Euro Mindestlohn - zu viel oder zu wenig

Lange Zeit wurde über die Einführung des Mindestlohns diskutiert. Aber was bedeuten 8,50 Euro überhaupt.

8,50 Euro x  8 Stunden x 21,67 Tage =  1473,33 Euro monatlich brutto,
macht bei einem Single mit Steuerklasse 1 ca. 1077 Euro netto,
bei einem Verheirateten mit Steuerklasse 3 ca. 1171 Euro netto.

Auf dem freien Wohnungsmarkt in einer Großstadt veranschlage ich ca. 600 Euro für eine Zwei-Zimmerwohnung warm. Hier gibt es sicherlich große Unterschiede, aber damit hat man zumindest einmal eine Rechengröße.

Auf dem sozialen Wohnungsmarkt sollten es (theoretisch) möglich sein eine Wohnung mit einer Warmmiete zwischen 400 und 500 Euro zu bekommen.

Somit bleibt dem Single je nachdem 470 - 670 Euro monatlich übrig.
Dem gegenüber steht der Hartz IV Regelsatz mit 399 Euro.
D.h. abhängig von den Wohnungskosten hat der Vollzeitbeschäftigte zwischen 70 und 270 Euro mehr, als der Hartz IV-Empfänger. Das reicht um einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren und vielleicht für ein paar Gastronomiebesuche. Ein Auto davon zu finanzieren wird schon verdammt schwierig.

Also meiner Meinung nach ist das auf jeden Fall nicht zuviel. Eigentlich erwarte ich sogar noch etwas mehr, damit sich das arbeiten wirklich lohnt.

 

1 Kommentar 12.1.15 01:46, kommentieren

Statisken - eine Frage der Interpretation

In einem Bericht der Welt vom 08.01.2015 über den Religionsbericht der Bertellsmannstiftung werden folgende Aussagen genannt:

"90 Prozent der hochreligiösen Muslime halten die Demokratie für eine gute Regierungsform"

und weiterhin:

"Ein Prozent der vier Millionen Muslime gelten als extremistisch"

Ein Prozent von vier Millionen sind 40.000.

Stellen Sie einmal folgendes Szenario vor: Es wird berichtet, das 40.000 Autos eines Herstellers Bremsenprobleme hat und die Bremsanlage jederzeit versagen kann. Hätten Sie noch ein gutes Gefühl, wenn Sie an der Ampel stehen und hinter Ihnen kommt ein Fahrzeug des besagten Herstellers angebraust. Hand aufs Herz, kein ungutes Gefühl?

Aber bezüglich Muslimen sollen wir unseren Verstand abschalten, da es ja fremdenfeindlich ist, sich Sorgen zu machen.

 

Also mich beruhigen 99% nicht.

11.1.15 06:26, kommentieren

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)

Bin kürzlich beim Surfen auf der Seite des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) gelandet. Als politisch interessierter und kritischer Mensch habe ich mir eine aktuelle Studie zum Thema Integration durchgelesen. Ich muss zugeben, dass ich die Studie nur quergelesen habe, aber einige Punkte sind schon interessant:

"Allerdings darf die allgemein positive Einschätzung des Integrationsklimas nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft kein Spaziergang ist. Die im Integrationsbarometer 2014 festgestellten Diskriminierungserfahrungen und die ablehnenden bis feindlichen Haltungen gegenüber bestimmten Gruppen (Anmerkung: gemeint sind Roma und Türken) sind zwar im internationalen Vergleich keine Ausnahme; Deutschland liegt hier im Mittelfeld. Sie dürfen aber keinesfalls bagatellisiert werden, sondern sind entschlossen zu bekämpfen."

 

Eins habe ich in der Studie nicht gefunden: dass fundiert nach den Gründen für ablehnenden Haltungen geforscht wurde - interessiert ja auch nicht - nur die Forderung an die Politik dies entschlossen zu bekämpfen.

 

"Offensichtlich ist dies für den Bereich der institutionellen Verankerung der Integrationspolitik; die Forderung des SVR nach einer Verlagerung der integrationspolitischen Kompetenzen aus dem Bundesinnenministerium in ein anderes, weniger von Sicherheitsinteressen überlagertes Ministerium hat die Bundesregierung nicht aufgenommen. Der SVR hatte empfohlen, die Integrationspolitik in ein kompetenzstarkes Ressort (etwa das BMAS) zu verlagern,
und zugleich von einem eigenen Integrationsministerium abgeraten."

 

Die Forderung die Integrationspolitik an ein weniger von Sicherheitsinteressen überlagertes Minesterium zu verlagern, kann ich doch nur wie folgt interpretieren: Integration um jeden Preis, auch auf Kosten der Sicherheit.

Das Volk wird nicht mehr gefragt, da die selbsternannten "Eliten" es ja besser wissen.

 

Zur Information:

Der Sachverständigenrat geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören sieben Stiftungen an:
Stiftung Mercator, VolkswagenStiftung, Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und Vodafone Stiftung Deutschland.

11.1.15 06:01, kommentieren